1. Wichtig für die Fahrzeugauswahl: wie soll das Rollstuhlauto genutzt werden. - Passiv Fahrer (der Rollstuhlfahrer lässt sich fahren)
- Aktiv Fahrer / Selbstfahrer (der Rollifahrer fährt sein Auto selbst)
- Abwechselnde Nutzung
Je nach Anspruch müssen unterschiedliche Plätze für den
Rollstuhlfahrer vorgesehen sein. Rollstuhl-, Personensicherung sowie
Fahrhilfen müssen eingeplant werden.
2. Die Rollstuhleinfahrt ist ein entscheidender Faktor. - Seitliche Rollstuhleinfahrt (über Rampe oder Hebebühne).
Ein Van wird mit seitlich ausfahrender, schräger Rampe umgebaut. Oder ein Transporter (VW Bus, MercedesVito...) wird mit seitlicher Hebebühne umgerüstet. Beide Arten sind recht große Fahrzeuge. Nachteilig sind die hohen Anschaffungskosten für´s Grundfahrzeug sowie der Platzbedarf für Hebebühne.
Zudem müssen für die Zufahrt bis zum Rollstuhlplatz alle Sitze entfernt werden.
Man hat dann zwar ein großes Auto, im Verhältnis aber wenig Sitzplätze. Zudem fährt der Rollstuhl quer zur Fahrtrichtung ins Auto ein.
Er muss innerhalb des Fahrzeuges gedreht und auf denStandplatz rangiert werden. - Neue Alternative: seitliche Rollstuhleinfahrt (Portalsystem)
Seitliche Rollstuhleinfahrt, ohne rangieren direkt hinters Armaturenbrett.
Kompaktes, übersichtliches Auto mit 3 Sitzplätzen (davon 1 Rollstuhlplatz). - Die Rollstuhleinfahrt im Heckbereich (mit Hebebühne oder Rampe)
Hierbei werden größere Transporter (VW Bus, Mercedes Viano und andere) mit einer Hebebühne im Heck umgebaut. Nachteilig sind die hohen Anschaffungskosten für´s Grundfahrzeug sowie der Platzbedarf für die Hebebühne.
Für die Zufahrt bis zum Rollstuhlplatz müssen alle Sitze entfernt werden.
Das Ergebnis sind große Autos mit wenig Sitzplatz. (Oder der Rollstuhlfahrer bleibt hinten, in der Nähe der Hebebühne stehen). Bei ausklappbaren Rampen muß die schräge Auffahrt bewältigt werden. - Rollstuhleinfahrt im Heckbereich von Lieferwagen / Kleintransporter (Heckeinstieg / Heckabsenkung / Absenkfahrzeug)
Das Heckblech und die Reserveradmulde im Kofferraum wird für den Umbau ausgetrennt und dort eine Wanne eingebaut. Der Rollstuhlfahrer wird im Kofferraum "abgestellt". Oberhalb der Hinterachse (nicht jeder verträgt diese Position) und sehr nahe an der Heckklappe. Dabei hat der Passagier oft ein unbehagliches Gefühl. Der hohe Standplatz des Rollis beschränkt zudem weitgehend die Sicht nach vorn und seitlich. Kommunikation mit dem Fahrer ist möglich, aber Komfort sollte man bei diesen Umbauten nicht unbedingt erwarten. Das bemerkt auch der Begleiter, der den Rollstuhlfahrer umständlich über die ausklappbare Rampe ins Auto schiebt und befestigt. Fazit: Die Auswahl für ein geeignetes Auto richtet sich nach
- Nutzung (Aktiv / Passivfahrer)
- benötigte Anzahl der Sitzplätze
- Rollstuhleinfahrt (Heck- oder Seiteneinstieg)
- Zugang über Hebebühne oder Rampe
- finanzielle Möglichkeiten
- Komfortbedarf + Anspruch an Lebensqualität
Für Betreiber von gewerblichen Fahrdiensten sind andere Kriterien zur Fahrzeugauswahl entscheident. (Anzahl der Rollstuhlplätze, rationeller Transport, multifunktionale Nutzung, Liegendtransport, Fahrzeuggröße...). Auch dafür haben wir Lösungen, sprechen Sie uns gerne an.
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